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Uneingeschränkter Star des Museums ist das einzige "echte" restaurierte Exemplar des britischen Handley-Page Bombers (die in Yorkshire ausgestellte Halifax HR792 hat den Flügel einer Hastings). Die NA337 versank 1945 in einem norwegischen See und wurde 1995 von einem kanadischen Team geborgen...
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...nach der Restaurierung wird sie seit 2005 hier in Trenton präsentiert. Ähnlich wie die Hurricane immer im Schatten der Spitfire stand, so stand auch die Halifax immer im Schatten der Lancaster. Von den rund 75.000 Halifax Missionen wurden 29.000 von kanadischen Piloten geflogen. In Nanton (Alberta) ist übrigens die Restaurierung einer weiteren Halifax geplant!
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Am 23. Februar 1909 begann in Kanada das Motorflugzeitalter. Der "AEA Silver Dart" flog in einer Kleinstadt in Neuschottland 48 Sekunden lang und schaffte 800 Meter. Im August des Jahres verunfallte die Maschine beim fünften Flug und wurde nicht mehr aufgebaut.
In zahlreichen kanadischen Luftfahrtmuseen existieren heute Nachbauten dieses frühen Luftfahrzeugs.
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Die Burgess Dune war 1914 das erste kanadische Militärflugzeug. Nach wenigen Flügen in Kanada wurde dieses Einzelstück nach England verschifft, wo es ohne weitere Flüge verschwand. Das war das rasche Ende dieser Geschichte. Heute erinnert dieser Nachbau an den frühen Versuch, in Kanada eine Luftstreitkraft aufzubauen.
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Von der legendären North-American T-6 wurden 3.350 Exemplare in Kanada in Lizenz produziert und diese waren zwischen 1939 und 1965 bei den Streitkräften. Rund 25.000 kanadische Piloten erlernten auf ihr die Fliegerei und bis Heute fliegen auch in Kanada noch zahlreiche Exemplare.
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Die mit starrem Fahrwerk versehene North-American NA-64 Yale wurde nach der T-6 entwickelt. Die kanadische Luftwaffe setzte 119 Exemplare ein. Tatsächlich sind bis heute fast 30 Yale erhalten, denn ein kanadischer Farmer kaufte nach der Ausmusterung 1946 39 Exemplare und lagerte sie mit anderen Warbirds jahrzehntelang auf seiner Farm.
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Exakt 4413 Avro Anson wurden von den kanadischen Streitkräften zur Pilotenausbildung genutzt. Mehr als die Hälfte davon wurden auch in Kanada gebaut. Lediglich 10 Exemplare sind bis heute in hiesigen Museen als statische Ausstellungsstücke erhalten.
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Fünf Sikorsky H-5 Dragonfly waren 1947 die ersten Hubschrauber der RCAF. Diese wurden in erster Linie genutzt, um die Nutzbarkeit des damals noch neuen Drehflüglerkonzepts in Kanada zu testen.
Die gezeigte RCAF 96 01 ist das einzige der erhaltenen kanadischen Exemplare und wurde 1965 ausgemustert.
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Obgleich die DHC.1 Chipmunk in Kanada entwickelt und auch gefertigt wurde, wird hier in Trenton doch ein Exemplar aus britischer Produktion präsentiert: Die WB550 wurde erstaunliche 46 Jahre bei der Royal Air Force eingesetzt und nach mehr als 12.000 Flugstunden schließlich ausgemustert.
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Von der legendären Avro Canada CF-105 Arrow blieben leider nur Einzelteile erhalten, welche im Luftfahrtmuseum Toronto zu besichtigen sind. Zumindest mit diesem Modell und einer schönen Bilderausstellung wird diesem legendären kanadischen Luftfahrzeug gedacht.
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Die Canadair CL-28 Argus ersetzte Ende der 1950er Jahre die veralteten Avro Lancaster und Lockheed Neptune als U-Boot Jäger und Patrouillenflugzeug. Das letzte von 33 gebauten Exemplaren wurde 1982 ausgemustert. Insgesamt sind fünf Argus in kanadischen Sammlungen erhalten geblieben.
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Diese frühe Lockheed CC-130 E Hercules RCAF 130313 wurde zwischen 1965 und 2010 bei der kanadischen Luftwaffe eingesetzt.
Noch Heute ist die CFB Trenton die Hauptbasis für die kanadische Transporterflotte und auch zahlreiche moderne Lockheed Hercules sind hier stationiert.
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Rund 640 Avro Canada CF-100 Canuck wurden in den 1950er Jahren als Abfangjäger gebaut. Sie blieb das einzige in Kanada konstruierte Jagdflugzeug, welches in Serie produziert worden ist.
Die letzten Exemplare wurden Anfang der 1980er Jahre ausgemustert
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1960 ersetzten die Canadair CT-114 Tutor die veralteten Lockheed T-33 als Trainingsflugzeuge der RCAF. Obgleich das Muster vor bereits 25 Jahren als Trainer ausgemustert wurde, fliegt die kanadische Staffel "Snowbirds" weiterhin diesen eleganten Zweisitzer.
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Anfang der 1960er Jahre wurden 66 McDonnell CF-101 Voodoo als Ergänzung zu den Canuck erworben. Die letzten dieser überschallfähigen Abfangjäger wurden 1984 ausgemustert und durch die noch heute aktiven McDonnell-Douglas CF-188 Hornet ersetzt.
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Insgesamt wurden 240 CF-116 Freedom Fighter in kanadischer Lizenz gebaut, die bis 1995 im Einsatz waren.
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Natürlich wurde die legendäre Beech 18 (in Kanada genannt CT-128) Expeditor auch bei der RCAF eingesetzt. Die ersten von insgesamt 398 eingesetzten Exemplare kamen 1941 zur Truppe und die letzten gingen erst 1972 in den Ruhestand.
Das ausgestellte Exemplar war früher hier in Trenton beheimatet und wurde nach der Ausmusterung in den zivilen Markt verkauft.
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Die 1944 gebaute Douglas Dakota des Museums hätten angesichts ihrer Karriere eigentlich einen Hallenplatz verdient. Im Juni 1944 flog sie als FZ628 Fallschirmspringer in die Normandy. Ab 1945 wurde sie von der RAF und später der RCAF in Burma eingesetzt. Die jetzt RCAF 12963 registrierte Maschine war das letzte kanadische Militärflugzeug, welches das asiatische Land nach Kriegsende verlassen hat. Diese legendäre Dakota wurde erst 1989 ausgemustert und an das Museum abgegeben. Heute präsentiert sie sich frisch lackiert als "Canucks Unlimited" aus der burmesischen Zeit.
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33 Boeing Vertol CH-113 Labrador wurden in den 1960er Jahren angeschafft und rund vier Jahrzehnte lang in und um Kanada als Rettungshubschrauber eingesetzt.
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Auch die Bell CH-118 Iroquois wurden in Kanada in erster Linie als SAR Hubschrauber eingesetzt. Die letzten Exemplare gingen vor rund dreißig Jahren in den wohlverdienten Ruhestand.
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Einige aus kanadischer Sicht Exoten gibt es auch im Airpark. Diese Hawker Hunter flog als J-4029 bei der schweizer Patrouille Suisse und wurde nach ihre Ausmusterung 1995 offiziell dem kanadischen Luftwaffenmuseum geschenkt.
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Auch in Deutschland waren nach der Wiedervereinigung auf einmal jede Menge Mikoyan-Gurevich Mig-21 überflüssig. So erhielt das kanadische Museum die NVA776 1993 als kleines Geschenk von der Bundesluftwaffe.
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Die legendären Lockheed CF-104 Starfighter waren auch in Lahr, Söllingen und Zweibrücken stationiert. Die ausgestellte RCAF 104646 machte 1983 den allerletzten Flug eines kanadischen Starfighters von ihrer Basis Cold Lake in Alberta nach Trenton.
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Last not least das größte Flugzeug der Sammlung: Die Boeing 720 C-EFTB wurde zwischen 1985 und 2012 von Pratt & Whitney Canada als Testflugzeug für Triebwerke genutzt und war schließlich das letzte fliegende Exemplar dieser "kleinen Boeing 707". Vor ihrer zweiten kanadischen Karriere war die Maschine als N7538A registriert und flog 25 Jahre bei mehreren US-amerikanischen Gesellschaften.
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